Eigenblutbehandlung

Die schriftlichen Aufzeichnungen über Behandlungen mit tierischem und menschlichem Blut reichen zurück bis in das 3. vorchristliche Jahrhundert in China. Dort wurden den Kranken durch kleine Nadelstiche Unterhautblutungen beigefügt oder durch Kneifen der Haut Blutergüsse hervorgerufen, die Heilung der Kranken wurde so gefördert. Diese Methode kann unter dem Begriff der Umstimmungs- oder Reizkörpertherapie eingestuft werden.

Um die Jahrhundertwende 1800/1900 wurden auch in Deutschland Versuche mit eigenem Blut bei verschiedenen Erkrankungen unternommen (in der Chirurgie wie auch der Inneren Medizin). Ab den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Eigenblutbehandlung einer größeren Öffentlichkeit bekannt bzw. von vielen Ärzten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen praktiziert.

Wie funktioniert diese Therapie?

Grundgedanke bei dieser Behandlung ist das bewusste Setzen eines Reizes.

Das Immunsystem des Menschen und somit seine natürlichen Abwehrkräfte sollen durch einen gezielten Reiz (Verabreichen einer gewissen Menge eigenen Blutes) angeregt werden.

Im Blut des Kranken wurden nach der Injektion von Eigenblut eine erhöhte Anzahl von Abwehrzellen (Leukozyten) gemessen, dies lässt auf eine Steigerung der Resistenzlage des Gesamtorganismus schließen. Der Stoffwechsel wird gesteigert und die Bildung von Antikörpern angeregt. Die Wegbereiter (u. a. F. Hoff) dieser Therapie fanden heraus, dass die Informationen, die das eigene Blut enthält, das unwillkürliche (vegetative) Nervensystem des Menschen anregen. Es wird nicht nur der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst, sondern das Allgemeinbefinden des Menschen wird positiv beeinflusst.

Anwendung der Eigenbluttherapie in unserer Praxis

Es wird eine bestimmte Menge Blut aus einer Ader entnommen und dem Körper in unbehandelter Form zurückgegeben in Form einer Spritze in den Gesäßmuskel. In der Regel beginnt die Behandlung mit einer kleinen Menge eigenen Blutes. In bestimmten Abständen, je nach Erkrankung, wird diese Menge gesteigert. Die Behandlung kann nur individuell erfolgen, da jeder Mensch unterschiedlich reagiert und der Krankheits- bzw. der Behandlungsverlauf sehr unterschiedlich sein kann.

Krankheiten, die durch Eigenblut behandelt werden können:

Die Eigenblutbehandlung kann bei vielen Erkrankungen angewendet werden u. a. bei Erkrankungen der Atemwege (akute und chronische Infekte wie Bronchitis), Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne, Herpes u. v. m.), Darm- und Lebererkrankungen (Reizdarm, Fettleber u.a.), Nierenerkrankungen (Blasenentzündungen), Stoffwechselerkrankungen, bei Zuständen mit geschwächter Abwehrlage des Organismus, nach durchgemachten Krankheiten und bei allgemeinen Erschöpfungszuständen. Genaueres sollten Sie mit Ihrem mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen.

Wird die Eigenblutbehandlung von den Krankenkassen übernommen?

Die Eigenblutbehandlung ist eine privatärztliche Behandlung, welche ausdrücklich nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.

Vor der Behandlung wird zunächst ausführlich die Krankheitsgeschichte (Anamnese) des Einzelnen erfragt, eine klinische Untersuchung schließt sich an und der Behandlungsplan wird erstellt.

Nach durchgeführter Behandlung erhält der/die Patient/in eine detaillierte Rechnung erstellt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).