Vitaminküren

Daß Vitamin C die Abwehrkräfte stärkt, gilt heute als Binsenweisheit. Schließlich gehört die heiße Zitrone mit Honig zu den bekanntesten Hausmitteln gegen eine Erkältung; und kein anderes Vitamin wird so häufig zur Infektions-Prophylaxe in Wintermonaten eingenommen wie Ascorbinsäure. Erst seit einigen Jahren ist allerdings bekannt, dass die von den Ernährungsgesellschaften empfohlene Dosis von 100mg pro Tag zur Prävention zwar ausreicht, zur akuten Bekämpfung einer Infektion jedoch zu niedrig ist. Zu Beginn des Infektes ist der Verbrauch an Ascorbinsäure nämlich so groß, dass die Vitamin C-Konzentration in den Leukozyten innerhalb von Stunden um etwa 50% absinkt. Damit dieses Defizit gedeckt wird und die Leukozyten ihrer Phagozytose-Tätigkeit weiter nachgehen können, müssen mindestens 2g Vitamin C pro Tag aufgenommen werden. Noch wirksamer sind kurz nach Erkrankungsbeginn verabreichte Infusionen mit Vitamin C Injektopas 7,5g. Sie führen zu einer raschen Besserung der Symptomatik und verkürzen die Krankheitsdauer.

Auch wenn die genaueren Wirkmechanismen der Ascorbinsäure auf das Immunsystem noch nicht ganz entschlüsselt sind, gilt es als sicher, dass das Vitamin an zahlreichen Abläufen der zellulären und humoralen Immunantwort mitwirkt.

Nicht nur bei akuten Infekten, sondern auch bei anderen Beschwerden finden die Vitamin C Infusionen ein hervorragendes Einsatzgebiet:

  • chronische Erkrankungen
  • Erschöpfung
  • Tumorerkrankungen
  • Rheuma

Eine Infusion muss deshalb durchgeführt werden, weil wir die notwendige Menge von 7,5g Vitamin C nicht durch Nahrung, Tabletten oder Brausetabletten etc. ohne Nebenwirkungen aufnehmen können. Das würde unser Magen nicht mitmachen!

Die Häufigkeit der Infusionen sollte individuell mit dem Arzt abgesprochen werden!